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Brandschutzprodukte ⇒ Feuerlöschanlagen
Für jeden Fall

Sprinkleranlagen
Sprinkleranlagen sind selbsttätige Feuerlöschanlagen mit einem unkomplizierten und sicherem Funktionsprinzip: Ein Netz von unter Druck stehenden Rohrleitungen und Sprinklern durchzieht alle zu schützenden Gebäudeteile. In Bereitschaft verschließt eine flüssigkeitsgefüllte Ampulle den Sprinkler. Steigt die unmittelbare Umgebungstemperatur durch Brandeinwirkung um etwa 30 °C über den unter normalen Voraussetzungen zu erwartenden Höchstwert, zerstört sich die Glasampulle. Das unter Druck stehende Löschwasser strömt aus der Rohrleitung in den Sprinkler, prallt auf den Sprühteller und wird von dort flächendeckend verteilt. Gleichzeitig werden durch den im Rohrleitungsnetz entstehenden Wasserfluss Alarmeinrichtungen ausgelöst.

Es gibt verschiedene Anlagentypen
Die Nassanlage ist der am weitesten verbreitete Anlagentyp und vollständig mit unter Druck stehendem Wasser gefüllt. Platzen die Sprinklerampullen, strömt sofort Wasser heraus, bis die Zufuhr wieder gesperrt wird.

Die Trockenanlage ist speziell für frostgefährdete Bereiche gedacht. Das Sprinklerrohrnetz ist in den kritischen Bereichen nicht mit Wasser, sondern ab dem Trockenalarmventil mit Druckluft gefüllt.

Gaslöschanlagen
Eine Gaslöschanlage ist eine Feuerlöschanlage, die einen Brand mittels eines gasförmigen Löschmittels entweder durch Sauerstoffverdrängung (Reduktion des Sauerstoffgehaltes) oder durch physikalische Effekte (Wärmeentzug) löscht. Mit gasförmigen Löschmitteln ist nur der Raumschutz, das Löschen in umschlossenen Schutzbereichen (Räumen), möglich. Die Ausnahme bildet der Einrichtungsschutz (Objektschutz) mit Kohlendioxid, z. B. für Druckmaschinen.

  • Unterscheidung von Gaslöschanlagen anhand des verwendeten Löschmittels:
  • Kohlendioxid- (CO2-) L öschanlagen ⇒
  • Inertgas-Löschanlagen ⇒
  • Argon-Löschanlagen ⇒
  • Stickstoff-Löschanlagen ⇒
  • Inertgas-Löschanlagen mit Gasgemischen (Inergen, Argonite) ⇒
  • Chemische Löschanlagen (HFC-227ea, HFC-23, Novec™ 1230)

Bei Kohlendioxid- und Inertgas-Löschanlagen haben Personen den Löschbereich vor dem Einströmen des Löschgases zu verlassen, um nicht durch den reduzierten Sauerstoffgehalt zu Schaden zu kommen.

Beim Einsatz von Kohlendioxid-Löschanlagen ist zusätzlich Folgendes zu bedenken

  • Das Löschmittel ist toxisch und in löschwirksamer Konzentration grundsätzlich lebensgefährlich
  • Kohlendioxid ist deutlich schwerer als Luft, sinkt ab und sammelt sich deshalb in Gruben und Kellerräumen.
  • Durch die schlagartige Abkühlung des an den Düsen expandierenden Kohlendioxids kondensiert wie bei allen verflüssigten Löschgasen die Feuchtigkeit der Raumluft zu einem Nebel, der die Flucht aus dem Löschbereich erschweren kann.

Chemische Löschanlagen wirken durch Wärmeentzug aus der Flamme. Die nur in sehr geringem Maße stattfindende Sauerstoffverdrängung ist hier ein nicht löschwirksamer und bezüglich der Personensicherheit zu vernachlässigender Effekt. Das Verlassen eines Löschbereichs ist immer erforderlich, da bei einem Feuer entstehende Brandgase grundsätzlich gesundheitsgefährdend sind.

Zusammen mit Gaslöschanlagen müssen stets Alarmierungseinrichtungen für im Löschbereich anwesende Personen vorgesehen werden, die diese vor dem Auslösen der Löschanlage warnen. Aufgrund ihrer möglichen Gefahren werden Gaslöschanlagen nur bei Brandrisiken eingesetzt, die von anderen Feuerlöschanlagen nicht beherrscht werden können oder bei denen andere Feuerlöschanlagen unverhältnismäßig hohe Löschfolgeschäden verursachen würden. Der Einsatz von Löschwasser oder -schaum kann, so z. B. in Archiven, Bibliotheken, Schalt-, Technik-, EDV- oder Serverräumen große bzw. irreparable Schäden verursachen.

Wassernebellöschanlagen

Wirkprinzip:
Wassernebel-Löschanlagen werden aus physikalischen Gründen in erster Linie zum Objektschutz eingesetzt. Sie verwenden als Löschmittel herkömmliches Wasser, daß über spezielle Düsen am Brandort unter Druck zerstäubt wird. Die durch die Düsenausprägung bewirkte Tröpfchenbildung mit anschließender Verdampfung vergrößert das Volumen des versprühten Wassers um mehr als das 1600-fache. Das damit ebenfalls rasant steigende Wärmebindungsvermögen des entstehenden Wassernebels bewirkt eine zusätzliche Verstärkung des Löscheffektes.



Sicherheit und Umweltverträglichkeit:
Durch die Verwendung herkömmlichen Wassers sind Wassernebel-Löschanlagen für Menschen und die Umwelt unbedenklich. Ein spezieller Personenschutz ist nicht erforderlich.
 


Einsatzgebiete:
Wassernebel-Löschanlagen sind zur Bekämpfung von Bränden der Klassen A und B sowie teilweise der Klasse C zugelassen.

Für den Objektschutz

  • Gas- und Dampfturbinen
  • Friteusen
  • Lackieranlagen
  • Gaskompressorstationen
  • Dieselmotoren und -generatoren
  • Motorprüfstände
  • Transformatoren
  • Verpackungsmaschinen
  • Maschinen zur Fertigung von Spanplatten
  • Kabelkanäle, Versorgungsschächte

Vorteile:

  • Löschung von Bränden durch den Einsatz kleinster Wassermengen
  • Sehr schnelle Temperaturreduzierung Auswaschung von Rauchpartikeln und wasserlöslicher giftiger Gase
  • Reduzierung der Strahlungswärme
  • Keine Rückzündung

Für Informationen rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns!